Erhardt+Leimer startet ins Jubiläumsjahr

Mit ihrer traditionell im Januar abgehaltenen Jahreskonferenz läutete die Stadtbergener Erhardt+Leimer GmbH ihr großes Jubiläumsjahr ein. 2019 feiert die Firma 100-jähriges Bestehen.
In ihrer Eröffnungsrede sprach Hannelore Leimer, Präsidentin der weltweit agierenden Unternehmensgruppe, zunächst die erschwerten Rahmenbedingungen für den internationalen Handel an. Es sei eine konjunkturelle Abschwächung zu spüren, Vorhersagen für die politische und wirtschaftliche Zukunft seien schwieriger zu treffen denn je. Um so wichtiger sei es für das Unternehmen, sich auf seine Kernkompetenzen zu konzentrieren und auf ertragsorientiertes Wachstum zu setzen, so die Firmenchefin.
Gewachsen ist die Firma in den vergangenen Jahren in der Tat massiv: Seit 2009 hat sich der Umsatz des Spezialisten für Automatisierungs- und Inspektionstechnik auf ca. 180 Mio. EUR verdoppelt. 2018 war laut Dr. Michael Proeller, CEO der Erhardt+Leimer Firmengruppe, allerdings ein eher durchwachsenes Jahr. Das liege unter anderem an den sinkenden Margen im europäischen Geschäft, die auch durch die guten Gewinnspannen in Fernost und in den USA nicht kompensiert werden konnten. Zudem war 2018 im Gegensatz zu den Vorjahren auch nur ein schwaches Umsatzwachstum zu verzeichnen.
Sehr zufrieden äußerte sich Proeller über die in Augsburg-Pfersee ansässigen Tochtergesellschaften Erhardt+Leimer Elektroanlagen und Erhardt+Leimer Automatisierungstechnik, die als stabile Ertragsbringer für die Firmengruppe eine starke Säule in der Region darstellen. 250 Mitarbeiter erwirtschafteten dort 2018 einen Umsatz von 21 Mio. EUR, damit ist E+L unter den zehn größten Dienstleistern für elektrische Gebäudetechnik in Süddeutschland. Dem Wachstum soll auch räumlich Rechnung getragen werden. So ist der Neubau eines größeren Firmengebäudes im Augsburger Sheridan-Park geplant, die Grundsteinlegung soll noch in diesem Jahr erfolgen.
Während E+L als Zulieferer der Textilmaschinenindustrie weltweit als Marktführer gilt, sind andere wichtige Märkte wie z.B. die Druck- und Folien-Industrie stark umkämpft. Gerade in Asien kommen ständig neue Wettbewerber hinzu, die Marktanteile erobern. Umso wichtiger sei für E+L eine kostengünstige Fertigung, so Proeller. Hierzu trage auch der Ausbau der robotergestützten Fertigung bei, durch die die Herstellkosten beispielsweise bei der Produktion von Inspektionskameras um die Hälfte reduziert werden könnten. Unter dem Motto „One E+L“ will das Unternehmen außerdem alle firmenweit verwendeten Technologien zusammenfassen und so durch das Etablieren von Standards die Benutzerfreundlichkeit erhöhen und eine Kostenoptimierung erreichen.
Mit Djordje Zagorac stellte sich auf der Jahreskonferenz der neue CTO (Chief Technology Officer) der Firma vor, der sich im vergangenen halben Jahr in sein neues Aufgabengebiet eingearbeitet hat. In seinem Vortrag erläuterte er die große Produktvielfalt und die hohe Komplexität der E+L-Systeme. Für die nächsten Jahre hat er sich unter anderem dem Thema Standardisierung verschrieben, sowohl was die verschiedenen Produktgruppen wie Antriebe und Kamerasysteme angeht, als auch bei der CAD-Konstruktion. Für das aktuelle Jahr stellte Zagorac eine ganze Reihe von neuen Produkten in Aussicht, die pünktlich zum großen Firmenjubiläum auf den Markt kommen sollen.

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